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Tür-zu-Tür-Wahlkampf: Ein Leitfaden

Tür-zu-Tür-Wahlkampf bringt’s  – das zeigen Studien. Deswegen setzen beim Bundestagswahlkampf 2017 insbesondere die SPD und CDU darauf. Doch viele Wahlkämpfer trauen sich diesen maximal direkten Bürgerkontakt nicht zu:

  • Was muss ich sagen, wenn die Tür sich öffnet?
  • Wie mache ich einen guten Eindruck?
  • Wie erreiche ich das aktuelle Ziel der Kampagne?

 

Wenn Du Dir eine dieser Fragen schon mal gestellt hast, dann lies Dir meine zehn Tipps für den Tür-zu-Tür-Wahlkampf durch. Sie basieren auf den Forschungsergebnissen eines amerikanischen Instituts, der Professoren Alan S. Gerber und Donald P. Green („Get Out the Vote!“), Erkenntnissen der Verhaltenspsychologie („Pre-Suasion“)  – und meiner Erfahrung aus mehreren Wahlkämpfen.

Zehn Tipps für den Tür-zu-Tür-Wahlkampf

Ich lächle, bevor sich die Tür öffnet.
Gibt Deinem Körper einen Glücklichkeitsschub, den Dein Gegenüber wahrnimmt.

Ich stelle mich kurz vor und betone, dass ich ein Nachbar bin, der ehrenamtlich zum Wählen aufruft.
Schafft eine lokale Verbindung und legt offen, was Du überhaupt willst.

Ich nenne den Wahltag und betone, dass diese Wahl wichtig ist.
1. Viele Bürger wissen nicht, wann die Wahl stattfindet. 2. Die Betonung der Wichtigkeit erzeugt eine soziale Norm und diese erhöht die Beteiligungswahrscheinlichkeit.

Ich sage, dass ich deswegen „Wähler wie Sie“ besuche.
Ordnet Gegenüber der Gruppe „Wähler“ zu. Identität ist ein Faktor bei der Beteiligung an Wahlen.

Ich sage, dass ich KANDIDATENNAME unterstütze, weil PERSÖNLICHEN GRUND angeben.
Je persönlicher der Grund, desto glaubwürdiger bist Du.

Ich frage: „Planen Sie am WAHLTAG wählen zu gehen?“
Wenn Menschen sich öffentlich zu etwas bekennen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie es auch tun.

Ich frage: „Wissen Sie, wo Ihr Wahllokal ist?“
1. Viele wissen es nicht. 2. Gemeinsam einen Plan zu machen, erhöht die Wahrscheinlichkeit der Beteiligung.

Ich frage: „Wann werden Sie wählen gehen? Je früher, desto weniger müssen Sie anstehen.“
Schließe mit dieser Frage die Planungsphase ab.

Ich frage: „Darf ich Ihnen einige Infos zu KANDIDATENNAME überreichen, damit Sie am WAHLTAG eine informierte Entscheidung treffen können?“
Du willst mobilisieren, nicht informieren. Vermeide inhaltliche Diskussionen, insbesondere, wenn Dein Gegenüber eine andere Partei unterstützt. Du wirst sie/ihn nicht überzeugen.

Ich sage: „Vielen Dank für Ihre Zeit. Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend“ und lächle!
Freundlichkeit ist Trumpf.

Dein eigener Tür-zu-Tür-Wahlkampf

Je nachdem, wie Deine Partei den Tür-zu-Tür-Wahlkampf bei der Bundestagswahl 2017 durchführt, musst Du einzelne Fragen wahrscheinlich anpassen. Dies gilt besonders, wenn Ihr eine App oder ein Klemmbrett verwendet, auf dem die Fragen vorgegeben sind.

Was sind Deine Erfahrungen beim Tür-zu-Tür-Wahlkampf? Schreibe mir gerne einen Kommentar.

 

 

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